Dienstag, 20 November 2018

Geschichte

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Geschichte des Vereins

Wie die Musikkapelle entstand und wie der Musikverein aus ihr erwuchs, das soll nachfolgend aufgezeigt werden.

1911 hat in Rietheim die Instrumentalmusik ihren Einzug gehalten. Zwei junge Männer, Jakob Haffa und Jakob Merz, die bereits im Besitz von Trompeten waren und auch das Spielen erlernt hatten, unternahmen die ersten Versuche, in Rietheim, das damals noch nicht einmal 600 Einwohner aufzuweisen hatte, eine Musikkapelle ins Leben zu rufen. Diese Männer der ersten Stunde schafften es, vier weitere junge Rietheimer, Johannes Schlenker, der während seiner Soldatenzeit einem Spielmannszug angehörte, die Brüder Johannes und Christian Hauser, sowie Hermann Geiger, für ihr Vorhaben zu gewinnen. Dann aber stellte sich das große Problem der Instrumentenbeschaffung und ihrer Finanzierung. Jedoch auch diese Hürde konnte genommen werden, denn ein aufgeschlossener, musikliebender Bürger, späterer Inhaber einer Maschinenhandlung, Jakob Marquardt half mit einem zinslosen Darlehen in Höhe von 200 Goldmark. Nachdem nun die Instrumente, eine Trompete, zwei B-Hörner und ein Baß beschafft waren, konnte als Ausbilder und Dirigent Richard Kohler aus Wurmlingen gewonnen werden, der folgende Besetzung vornahm: Johannes Schlenker und Jakob Haffa 1. Trompete, Jakob Merz 2. Trompete, Johannes und Christian Hauser Tenorhorn, und Hermann Geiger Baß. Zwei Proben pro Woche wurden angesetzt, die im Waldhorn abgehalten wurden. Die Kosten für den Dirigenten und das Notenmaterial hatten die Musikanten selbst aufzubringen und daher in jeder Probe 50 Pfennige zu entrichten, ein großes Opfer in der damaligen Zeit. Mit Geschick, aber auch mit Strenge hatte Richard Kohler die Ausbildung betrieben und so konnte er bereits Ende des Jahres 1911 anlässlich der Schultheißenwahl mit seinen 6 Zöglingen erstmals öffentlich auftreten. Die Dorfbewohner waren begeistert und so war es unausbleiblich, dass die Musikanten in der Folgezeit dann bei jeglichen Anlässen aufspielten.

1913 gesellte sich zu den 6 Dorfmusikanten ein siebenter, nämlich Friedrich Hauser als B-Hornbläser.

1914 mussten alle Musikanten in den Krieg ziehen, durften jedoch vollzählig wieder heimkehren.

1919 konnte dann das Musizieren wieder aufgenommen werden. Bereits ein Jahr später musste Richard Kohler aus Gesundheitsgründen die Dirigententätigkeit aufgeben. Glücklicherweise erklärte sich nach längerem Bemühen Johann Mesle aus Dürbheim bereit, die Leitung der Kapelle vorübergehend zu übernehmen.

1924 gelang es dann, Karl Biedermann aus Wurmlingen zu gewinnen. Als einstiger Militärmusiker verfügte Biedermann auf dem Gebiete der Blasmusik über ein qualifiziertes Wissen und Können, was den Rietheimer Musikanten dann auch in vollem Maße zugutekam. In kurzer Zeit zeichneten sich erstaunliche Fortschritte ab, die ihre Wirkung nicht verfehlten, denn weitere 5 junge Männer traten der Kapelle bei. Und der Aufwärtstrend hielt an.

1926 war die Kapelle dann soweit gediehen, um in Stetten a.k.M. ein Wertungsspiel in der Unterstufe zu absolvieren. Stolz kehrten die Musikanten mit einem errungenen 1a-Preis heim. Dieser Erfolg warb neue Freunde und Gönner der Blasmusik. Die zwischenzeitlich gestiegene Verantwortung für die Kapelle, insbesondere aber für ihre finanziellen Belange, die ja voll auf den Schultern der Musiker lastete, führte zum Entschluss, passive Mitglieder zu werben.

1927 erwuchs dann nach vorausgegangener erfolgreicher Mitgliederwerbung aus der Musikkapelle der Musikverein mit 14 aktiven und 60 passiven Mitgliedern und Jakob Haffa als Vorstand. Welch strenger Maßstab seinerzeit noch für das Verhalten der Musiker angelegt wurde, kommt in der damaligen Vereinssatzung zum Ausdruck, wo unter § 11 zu lesen ist: »(Unentschuldigtes Versäumnis bei Proben, Aufführungen usw., oder Zuspätkommen, fehlerhaftes Musizieren, unanständiges Benehmen, wird mit einer Geldstrafe von RM 0,50 bis RM 5,00 geahndet, je nach Gutdünken des Leiters). Vorstand und Dirigent arbeiteten zielstrebig an der Weiterentwicklung des Vereins. Karl Biedermann formte die Kapelle zu einem beachtlichen Klangkörper, was sich in weiteren Erfolgen abzeichnete.

1931 nahm die Musikkapelle am Verbandsmusikfest in Fridingen teil und konnte in der Oberstufe mit einem 1a-Preis bedacht werden. bei den Bundesmusikfesten

1932 in Offenburg und 1933 in Freiburg konnten in der Unterstufe ebenfalls 1a-Preise errungen werden.

1937 machte sich auch im Musikverein eine unabwendbare, anhaltende Krise breit, da der überwiegende Teil der Aktiven zum Militärdienst und zwei Jahre später dann zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Von den schweren Schicksalen, die der 2. Weltkrieg verursachte, ist auch der Musikverein nicht verschont geblieben. Von 18 in den Krieg gezogenen Musikern durften 8 nicht wieder heimkehren, sie ruhen in fremder Erde. Dem schrecklichen Ende des Krieges folgte eine chaotische Zeit, denn das Vereinsleben war völlig lahmgelegt, da ja auch die Besatzungsmachtjegliche Vereinstätigkeit untersagte. Viele, mit großer Zähigkeit mit den französischen Besatzungsbehörden geführten Verhandlungen führten letztlich dann doch zum Erfolg.

1946 konnte in einer in das Waldhorn einberufenen Versammlung die Neugründung des Vereins vollzogen werden, mit wiederum Jakob Haffa als Vorstand und Karl Biedermann als Dirigent. Bis auf 12 Mann war die Musikkapelle zusammengeschrumpft. Jedoch unverzagt mit Optimismus und Eifer wurde an den Wiederaufbau der Kapelle herangegangen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, denn binnen kurzer Zeit konnten 10 neue Musiker in die Kapelle eingegliedert werden. Mit welch unermüdlichem Engagement Karl Biedermann die musikalische Ausbildungsbetrieb, erwies sich noch im Jahre 1946 in einem veranstalteten Konzert. Und unentwegt ging es aufwärts.

1947 wurde dann Ende Dezember ein plötzlicher Halt geboten, denn Karl Biedermann musste aus Gründen seiner angeschlagenen Gesundheit seine Tätigkeit für den Musikverein beenden. Mehr als 20 Jahre hat Karl Biedermann die Kapelle geleitet und ihr den Weg für eine kontinuierliche Weiterentwicklung, den Weg zum Erfolg bereitet, und dies unter großen persönlichen Opfern. Wenn man bedenkt, dass er die Wegstrecke von Wurmlingen nach Rietheim stets mit dem Fahrrad zurücklegen musste und dies bei jeder Witterung, auch im Winter, so zeugt dies von echtem Idealismus und von treuer Verbundenheit mit den Rietheimer Musikanten. Karl Biedermann hat sich um den Musikverein in hohem Maße verdient gemacht. Wieder war dem Verein das Glück gewogen, denn Karl Hipp aus Tuttlingen erklärte sich bereit, die Leitung der Kapelle vorübergehend zu übernehmen. Er arbeitete mit den Musikern dann 1 Jahr lang bis Ende 1948. Im Januar 1949 übernahm dann der Rietheimer Fritz Hilzinger, der eine langjährige musikalische Ausbildung bei dem Tuttlinger Musik-Pädagogen Konrad Neiß absolviert hatte, den Taktstock.

1950 beteiligte sich die Kapelle am Wertungsspiel des Kreismusikfestes in Möhringen und erreichte in der Mittelstufe die Note »Sehr gut«. Ebenfalls im Jahre 1950 gab Jakob Haffa den Vereinsvorsitz, den er 23 Jahre lang inne hatte, ab. Sein Wirken im Dienste des Musikvereins und der Volksmusik verdient höchste Anerkennung. In Würdigung seiner großen Verdienste, erfolgte seine Ernennung zum Ehrenvorstand. An seine Stelle trat sein Sohn Hans Haffa.

1951 galt es, das 40jährige Jubiläum, verbunden mit einem Musikertreffen, an dem sich 16 Kapellen beteiligten, zu feiern. Die Kapelle bestand damals aus 28 Musikern.

1954 und die Jahre danach hatte die Musikkapelle mit einem starken Leistungsrückgang zu kämpfen. So konnte an den 1954 und 1957 besuchten Wertungsspielen jeweils nur ein 2. Rang in der Mittelstufe erreicht werden. Die größte Schlappe musste 1957 beim Bezirksmusikfest in Spaichingen hingenommen werden, denn in der Mittelstufe musste wiederum mit einem 2. Rang und ganzen 95 Punkten vorliebgenommen werden. Dieses beschämende Ergebnis ließ aber die Musiker keinesfalls verzagen. Durch Umstellungen in der Besetzung und in der Musikliteratur konnte der Tiefpunkt nach und nach überwunden werden.

1957 wurde die erste Verbindung mit einer ausländischen Musikkapelle aufgenommen und zwar mit der Bürgermusik Lauterach (Vorarlberg). Ein zweitägiger, erlebnisreicher Besuch dort, gestaltete sich zu einer jahrelanger Freundschaft.

1958 fasste die Vereinsleitung den Entschluss, in Anbetracht der angespannten Finanzlage, mit welcher der Verein ständig zu kämpfen hatte, jährliche Altmaterialsammlungen durchzuführen. Bei diesen Aktionen, die sich als sehr lohnend erwiesen, durfte der Verein bis heute eine großartige Unterstützung durch die ortsansässigen Betriebe und die Einwohnerschaft erfahren.

1959 nahm der Musikverein erstmals an einem Wertungsspiel im Ausland, am 9. Vorarlberger Bundesmusikfest in Dornbirn teil. Mit einem der schönsten Erfolge konnten die Rietheimer Musiker die Heimfahrt antreten, nämlich mit einem 1. Rang und Auszeichnung als zweitbeste Kapelle in der Mittelstufe.

1961 zeichnete sich ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte ab mit den Festtagen vom 10. bis 12. Juni anlässlich des »Goldenen Jubiläums«, das in Verbindung mit dem 12. Kreismusikfest, dessen Ausrichtung dem Musikverein übertragen worden war, gefeiert wurde. 28 Kapellen, darunter eine Kapelle aus Österreich beehrten den Musikverein mit ihrem Besuch. Die vortreffliche Organisation sowohl des Wertungsspiels wie auch der gesamten Festtage, und die Gunst des Wettergottes, ließen das Jubiläum zu einem glanzvollen musikalischen wie auch gesellschaftlichen Höhepunkt in der Gemeinde werden.

1964 wurde mit dem Aufrücken in die Oberstufe ein weiterer Markstein in der Vereinsgeschichte gesetzt. An allen zwischenzeitlich in dieser Stufe teilgenommenen Wertungsspielen, konnte das Blasorchester stets einen 1. Rang, davon fünfmal mit Auszeichnung und zweimal mit Belobigung erringen.

1966 musste Fritz Hilzinger aus Gesundheitsgründen seine Dirigententätigkeit beenden. 16 Jahre hat der die Kapelle vorbildlich geleitet und zu einem leistungsstarken Blasorchester geformt. Er hat während dieser Zeit auch verschiedene Eigenkompositionen geschaffen und mit der Kapelle zur Aufführung gebracht. Fritz Hilzinger hat sich um die Musikkapelle, insbesondere um ihre Weiterentwicklung große Verdienste erworben. Er ist bei seiner Verabschiedung zum Ehrendirigenten ernannt worden. Die Leitung der Musikkapelle übernahm Werner Haffa.

1970 hatte sich das Orchester mit der Beteiligung am Weltmusikfestival in Kerkrade (Holland) viel vorgenommen. Trotz der hohen Anforderungen, die dieser Welt-Musik-Wettbewerb ,an die teilnehmenden Orchester stellt, konnte ein beachtlicher Erfolg verbucht werden, was sicherlich nicht zuletzt der Anlass war, das Rietheimer Blasorchester am folgenden Tag, mit der musikalischen Gestaltung eines von der Stadt Kerkrade veranstalteten Wohltätigkeitsfestes zu beauftragen.

1971 wurde in einem 3-tägigen Fest das 60jährige Bestehen bei herrlichstem Sommerwetter gefeiert. Einem Festakt am ersten Veranstaltungstag folgte am Abend ein Festkonzert, das alle Erwartungen übertraf, insbesondere durch die brillanten Darbietungen der Gastkapelle, der »Kön. Fanfare St. Martinus« aus Stein, eines der besten Blasorchester der Niederlande. Die Attraktion des Sonntags war ein farbenprächtiger Festzug, der sich bei strahlendem Sonnenschein durch die festlich geschmückten, von unzähligen Festbesuchern umsäumten Straßen des Dorfes bewegte und von der »Kön. Fanfare St. Martinus« angeführt wurde. Seit 1971 befinden sich unter den Aktiven auch Musikerinnen.

1973 nahm der Verein eine Einladung der »Kön. Fanfare St. Martinus«, Stein, an. Das Orchester feierte sein 80-jahriges Bestehen verbunden mit einer Festwoche. Ein großartiger Empfang wurde den Rietheimern zuteil, denn ein 100 Mann starkes Musikerteam und eine Delegation der Stadtverwaltung, eskortiert von Majoretten in farbenprächtigen Uniformen, hatten sich am Ortseingang aufgestellt, um die Rietheimer Gaste mit klingendem Spiel zum Festzelt zu geleiten, wo dann die offizielle Begrüßung stattfand. Viele Auftritte hatten die Rietheimer Musiker während der Festwoche zu bestreiten und mit diesen einen guten Eindruck hinterlassen. Ein interessantes Erlebnis war die Fahrt nach Amsterdam mit Besichtigung der Amstel-Brauerei und einer Bootsfahrt durch die malerischen Grachten und die Hafenanlagen der Stadt. Nach einem weiteren von den Liebenswürdigen Gastgebern schon gestalteten Tag, hieß es dann wieder Abschied nehmen, Abschied nehmen von liebwerten Freunden, die alles aufgeboten hatten, um den Gästen aus Rietheim den Aufenthalt zu einem bleibenden Erlebnis werden zu lassen.

1975 ist der Verein aufgrund der Gemeindereform, die zum Zusammenschluss der beiden Orte Rietheim und Weilheim führte, in Musikverein Rietheim-Weilheim umbenannt worden. In diesem Jahr wurde auch im Einvernehmen mit den Musikern beschlossen, für die älteren Dorfbewohner jährlich einen Seniorennachmittag zu veranstalten, der seither immer am Jahresende stattfindet und sich großer Beliebtheit erfreut. Hans Haffa legte in der Jahreshauptversammlung am 7. Februar das Amt des 1. Vorsitzenden nieder. Während seiner 25jährigen Amtszeit hat Hans Haffa Außergewöhnliches für den Verein geleistet. Die Zahl der Aktiven ist in dieser Zeit um das Doppelte auf 60 Musiker, die Zahl der passiven Mitglieder um das Fünffache gestiegen. Wenn der Musikverein heute ein so hohes Ansehen weit über die Ortsgrenzen hinaus genießt, so ist dies nicht zuletzt auf die aufgeschlossene, zielbewusste und moderne Vereinsführung des ungemein rührigen Vorstandes Hans Haffa zurückzuführen. In der Jahresfeier am 8. Mai 1976 erfolgte seine Ernennung zum Ehrenvorstand. Neuer Vorsitzender wurde Theo Meßner. Weitere Kontakte mit ausländischen Kapellen wurden angestrebt. So nahm der Verein 1978 eine Einladung des Musikvereins Auer (Südtirol) zu einem 4-tägigen Besuch über Pfingsten an. Auch diese Tage in Auer, die auch zu einer Dolomiten—Rundfahrt genutzt wurden, werden noch lange in der Erinnerung der Musiker lebendig bleiben. Da sich der seitherige Probenraum in der Schule im Laufe der Jahre als zu klein erwies, wurde von der Vereinsleitung bei der Gemeindeverwaltung der Antrag gestellt, bei der beabsichtigten Turnhallenerweiterung einen entsprechenden Übungsraum für die Musikkapelle einzuplanen.

1980 ist der Musikverein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Tuttlingen eingetragen worden. Ab diesem Zeitpunkt gilt die Vereinsbezeichnung »Musikverein Rietheim-Weilheim e.V.«.

1981 konnte in einen neuen, schönen Probenraum umgezogen werden. Die erste Probe in der neuen Räumlichkeit wurde am 6. März abgehalten. Um den stattlichen, von der Gemeinde in großzügiger Weise zur Verfügung gestellten Raum, wird der Verein oft beneidet.1981 hatte der Verein die traurige Pflicht, dem verstorbenen Ehrenvorstand und letzten Gründungsmitglied Jakob Haffa, am 17. Juni das letzte Geleit zu geben. Der Vorsitzende Theo Meßner sowie der Kreisverbandsvorsitzende Schmid, würdigten in Nachrufen das Wirken des Heimgegangenen und ehrten ihn als Wegbereiter der Volksmusik in Rietheim. Jakob Haffa war der eigentliche Initiator der 1911 entstandenen Musikkapelle und des 1927 gegründeten Musikvereins. Ihm ist es auch in erster Linie zu verdanken, dass der Musikverein als erster Verein des Kreises bereits im Juni 1946 seine Tätigkeit wieder aufnehmen konnte. 1979 erfolgte seine Ernennung zum Kreisverbandsehrenmitglied. Nach 70jährigem Bestehen, war 1981 wieder ein Jubiläumsfest fällig. Dem 4-tägigen Fest, das zahlreiche Attraktionen aufzuweisen hatte, war ein überwältigender Erfolg beschieden. Inzwischen war das Blasorchester auf 65 Musikerinnen und Musiker, einschließlich 15 Jugendlicher, angewachsen.

1982 kam es zu einem erneuten Wechsel in der Vereinsführung, da sich Theo Meßner in der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wahl stellte. Er war der bisher jüngste Vorsitzende. Mit 28 Jahren hat er den Vorsitz übernommen. Mit großem Eifer und dem vollen Einsatz seiner Persönlichkeit, hat er das Amt des Vorsitzenden zur besten Zufriedenheit der Musiker und Vereinsmitglieder wahrgenommen. An seine Stelle trat Walter Schiele.

1983 wurde der Vorschlag des Dirigenten Werner Haffa, anstelle der seither im Frühjahr abgehaltenen Jahresfeier, ein Frühjahrskonzert mit anspruchsvollem Programm, jedoch ohne Wirtschaftsbetrieb, zu veranstalten, verwirklicht. Das Konzert gestaltete sich zu einem großartigen Erfolg. Die Bedenken, dass sich ohne die bislang übliche Bewirtung der Konzertbesucher, die Besucherzahl verringern könnte, erwiesen sich als unbegründet, denn statt bisher 250 bis 300 Besucher, hatten sich rund 400 Gäste eingefunden und die Schulturnhalle bis auf den letzten Platz gefüllt. Am 16. und 17. Juli wurde der bei der Bürgermusik Wolfurt (Vorarlberg) längst fällige Gegenbesuch abgestattet. Die Bürgermusik Wolfurt weilte bereits 1965 in Rietheim.

1984 ist ein weiteres, bemerkenswertes Frühjahrs-Konzert, ganz dem Schaffen des Tuttlinger Komponisten Gustav Lotterer, der als Ehrengast anwesend war, gewidmet, veranstaltet worden. Seine bedeutendsten Werke, so auch seine größte Tonschöpfung, die sinfonische Dichtung »Alpenmelodie« kamen zur Aufführung und erfuhren eine vorzügliche Interpretation.

1985 musste das Amt des I. Vorsitzenden bereits wieder neu besetzt werden. Nach einer knapp 3 jährigen Amtszeit hat Walter Schiele wegen beruflicher Veränderung und Wohnsitzwechsel den Vorsitz abgegeben. Schiele hat sich insbesondere in organisatorischer Hinsicht um den Verein verdient gemacht. Zum neuen Vorsitzenden ist Klaus Schwarz gewählt worden.

1986 Jubiläumsjahr: 75 Jahre Musikverein Rietheim-Weilheim sowie die 1200 Jahrfeier der Gemeinden Rietheim und Weilheim wurde gefeiert. Ein Jahr der vielen Ereignisse des Musikvereins, das mit den Rundfunkaufnahmen im SWR Tonstudio für die Sendung, „Sang und Klang aus Stadt und Land „, die am 24. Mai ausgestrahlt wurde. Vom 30.05. bis 02.06.waren alle Musiker aktiv bei dem Programm der 1200 Jahrfeier der Gemeinde im Einsatz. Ein einmaliges Erlebnis für die Musiker und Einwohner, das nicht jede Generation miterleben kann. Dieses große Ereignis blieb allen in bester und tiefer Erinnerung. Auch beteiligte sich der Musikverein am Festumzug  bei der 1200-Jahrfeier unserer Nachbargemeinde Dürbheim. Vom 29.08. bis 01.09. feierte der Musikverein mit der gesamten Gemeinde und vielen Kapellen aus nah und fern, vor allem mit unserer Gastkapelle und Freunden aus Wolfurth/Vorarlberg – Österreich das 75-Jährige Jubiläum unter der Schirmherrschaft unseres Bürgermeisters und aktiven Musikanten Traugott Hauser als Festpräsident. Der 1. Vorstand Klaus Schwarz konnte bei allen Veranstaltungen immer ein großes Publikum begrüßen. Beim Festakt mit sehr vielen Ehrengästen aus Politik, dem öffentlichen und kulturellen Leben, wurde unser Ehrenvorstand Hans Haffa zum Ehrenmitglied des Kreisverbandes ernannt und sein Bruder und Dirigent Werner Haffa wurde mit der Fördermedaille für 20 jährige Dirigententätigkeit ausgezeichnet. Ein weiterer Höhepunkt war der Sternmarsch mit anschließendem Gemeinschaftschor vor dem Festzelt am Sonntagnachmittag. Ein gelungenes Fest mit vielen Höhepunkten und Erinnerungen ging am Montag mit dem besonderen Dank an alle Beteiligten zu Ende. Mit Wehmut musste der Musikverein die Nachricht vom plötzlichen Tod unseres Ehrendirigenten Fritz Hilzinger entgegennehmen. Fritz Hilzinger war 40 Jahre aktiver Musiker, davon leitete er die Musikkapelle 18 Jahre als Dirigent. Seine bescheidene Art und seine kameradschaftliche Verbundenheit prägten die aktiven Musiker und die gesamte Musikkapelle. Für seine langjährige, vorbildlich geleistete Dirigententätigkeit wurde er zum Ehrendirigenten ernannt. Wir werden ihn in bleibender Erinnerung behalten. In diesem Jahr konnten auch 11 Jungmusiker in die Aktive Kapelle übernommen werden.

1987 Beim Stuhlkonzert  im Mai in der Gemeindehalle in Rietheim konnten die Musiker wieder ihr ganzes Können unter Beweis stellen. Im Juni war die Teilnahme beim Festumzug und Massenchor in Neuhausen anlässlich des Kreismusikfestes für alle MusikerInnen ein schönes Erlebnis. Beim Jungmusikerlehrgang in Geisingen nahmen sieben Teilnehmer vom  Musikverein mit großen Erfolg teil. Bei der Jahresfeier im Oktober wurden Ernst Hugger mit 59, Hans Vetter mit 57 und Albert Widmann im 38 aktiven Musikjahren aus den aktiven Reihen verabschiedet. Herzlichen Dank für die Jahrzehntelange Verbundenheit zum Musikverein und der Deutschen Volksmusik.

1988 Ein Horn-Trio der Jungmusiker des Musikvereins nahm mit gutem Erfolg am Jugendkritikspiel in Königsheim teil. Beim Tag des deutschen Schlagers in Böblingen, hatte die Musikkapelle die Chance als Zuschauer bei der Generalprobe dabei zu sein. Ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten. Bei der letzten Vorstandssitzung dieses Jahres teilte Dirigent Werner Haffa mit, dass er zum Jahresende 1989 sein Dirigenten-Amt niederlegen wird, was auf die gesamte Vorstandschaft wie ein Schock wirkte.

1989 Das Jahr war geprägt, um einen würdigen Nachfolger für unseren Dirigenten Werner Haffa zu finden. Es war ein Ehre für unsere Faulenbachmusikanten, unter der Leitung von Erhard Wagner an der Redoute in Spaichingen das Programm zu umrahmen und anschließend zum Tanz aufzuspielen. Den Festakt zur Einweihung des neuen Rathaus umrahmte eine Bläsergruppe des Musikvereins. Am 26.5. wurde unser Vereinsmitgründer Friedrich Hauser zu Grabe getragen. Er war über 40 Jahre aktiver Musiker und begleitete die Ämter des Schriftführers und Kassiers über viele Jahre. Der Musikverein wird ihn in bleibender Erinnerung behalten. Die Teilnahme am 1. Rietheim –Weilheimer Dorffest war Pflicht für den Musikverein. Das Aufspielen zum Fassanstich und Frühschoppen am Sonntagmorgen eine Selbstverständlichkeit. Zum Nachfolger von Dirigent Werner Haffa wurde Herr Thomas Uttenweiler einstimmig von der Kapelle gewählt. Da Herr Uttenweiler erst im zweiten Halbjahr 1990 die Kapelle übernehmen konnte, hat Herr Walter Böcherer die Kapelle für das 1. Halbjahr als Übergangsdirigent übernommen. Die diesjährige Jahresfeier stand unter einem besonderen Aspekt. Es war das Abschiedskonzert unseres scheidenden Dirigenten Werner Haffa. Werner Haffa setzte in seiner 25 jähriger Dirigententätigkeit des Musikvereins Rietheim-Weilheim Trends in der Blasmusik, von denen die gesamte Region profitierte. Immer ein besonderes Anliegen war ihm die Ausbildung der Jungmusiker, die immer sehr gut in die Aktive Kapelle integriert wurden. Die Musikstücke des Konzerts waren die Glanzstücke von Werner Haffa während seiner Dirigententätigkeit. Der Kreisvorsitzende Rudolf Staudenmeier überreichte Werner Haffa die Kreisverbandsehrennadel in Gold am Band für seine hervorragende und vor allem selbstlose Arbeit als Dirigent. Zum Abschluss des Konzertes gab es „ Standing Ovation „ für den scheidenden Dirigenten Werner Haffa. Bei der Kreisversammlung des Kreismusikverbandes wurde Werner Haffa zum Kreisverbandsehrenmitglied ernannt. Die Jahresabschlussweihnachtsfeier stand ganz im Zeichen von Werner Haffa. Von Landrat Volle wurde ihm das Bundesverdienstkreuz mit Urkunde verliehen und vom 1. Vorsitzenden Klaus Schwarz wurde er zum Ehrendirigenten des Musikverein Rietheim – Weilheim ernannt. Gerührt nahm Werner Haffa diese Ehrungen entgegen und überreichte seinen Dirigentenstab an seinen Vizedirigenten Erhard Wagner. Die Verdienste von Werner Haffa als Musikant, als Jugendausbilder und für25-jährige´Dirigententätigkeit können nicht alle in Wort und Schrift erfasst werden. Werner, ein herzliches Dankeschön im Namen des Musikvereins, der aktiven Musikanten und der gesamten Gemeinde. In diesem Zusammenhang sei hier ein Satz zitiert, der immer noch seine Gültigkeit hat. „Man werde vielleicht erst in späteren Jahren Werner Haffa´s Wirken richtig einschätzen können.“

1990 Das Jahr nach Werner Haffa wurde im 1. Halbjahr durch den Übergangsdirigenten Walter Böcherer geprägt. Die Kapelle unter seiner Stabsführung nahm am Frühjahrskonzert des MV Dürbheim, am Konzert des MV Bühlingen und am Umzug beim Kreismusikfest in Denkingen teil. Sein Abschied gab Dirigent Böcherer mit einem Stuhlkonzert im Rietheimer Schulhof vor über 300 Zuhörern. Am 23.08. fand die erste Probe unter dem Neuen Dirigenten Thomas Uttenweiler statt und sein erster öffentlicher Auftritt beim Doppelkonzert mit dem MV Liptingen in der Rietheimer Gemeindehalle. Der Einstand war für den Dirigenten und die Musikanten mehr als gelungen.

geschichte 6 verein19911991 In diesem Jahr feierte der Musikverein sein 80 – jähriges Bestehen mit einem 3-tägigen Fest. Als Gastkapelle feierte mit dem Musikverein die Musikkapelle Auer aus Südtirol. Zum Jubiläum konnte sich die Musikkapelle auch mit einer neuen Einheitskleidung präsentieren. Mit dem Jubiläumsfest fand auch das Jugendkritikspiel mit 28 Gruppen/Kapellen statt. Ein gelungenes Fest mit der gesamten Einwohnerschaft und den örtlichen Vereinen fand großen Anklang. Am 12.06. war der Baden-Württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel zu Gast in Rietheim. Es war eine Ehre und Selbstverständlichkeit, den hohen Gast musikalisch zu begrüßen und zu verabschieden. Auch hatten wir Gäste aus den Neuen Bundesländern beim Musikverein zu Gast, die speziell die Vereinsarbeit im ländlichen Bereich kennen lernen wollten.  Die Jahresfeier fand zusammen mit der Stadtkapelle Fridingen statt.

1992 Nach 7-jähriger Pause nahm die Musikkapelle wieder an einem Wertungsspiel teil. Mit der Note „gut“ in der Oberstufe konnte ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden. Traditionell kehrten die erfolgreichen Musikanten mit Marschmusik  wieder in Rietheim ein. Bei einer Großveranstaltung „Singendes, klingendes Land – 40 Jahre Baden-Württemberg“ nahm der Musikverein mit dem Gesangverein Eintracht Rietheim in Wurmlingen teil. Beide Vereine präsentierten sich und die Gemeinde in vorzüglicher Weise. Anlässlich der Einweihung der Fertigungshalle der Firma Marquardt gestaltete die Musikkapelle das Programm mit konzertanter Musik.

1993 20 Jahre Faulenbachmusikanten wurde 2 Tage im Festzelt am Dreschschuppen gefeiert. Der rührige Dirigent der Faulenbachmusikanten Erhard Wagner erhielt aus diesem Anlass die silberne Dirigentennadel. Überschattet wurde der Abschluss des Festes durch die Nachricht, dass unser ehemaliger und über 50 Jahre aktiver Musikant Ernst Hugger überraschend verstorben ist. Ernst Hugger war ein sehr geschätzter und beliebter Musikant, der in allen Belangen dem Verein immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Eine ganz andere Aktion leistete in diesem Jahr der Musikverein. Er baute das Abstellgleis hinter der Raiffeisenbank ab und konnte einen guten Erlös erzielen. Erstmals wurde beim Seniorennachmittag ein Wunschkonzert durchgeführt. Der Siegertitel war der allbekannte und berühmte „Schneewalzer“.

1994 begann am 1. Januar mit einem Geburtstagsständchen. Der Anlass war der 80. Geburtstag unseres Ehrenvorstandes Hans Haffa. Der Jubilar ließ es sich nicht nehmen, die gesamte Musikkapelle zu seinem Fest einzuladen. Bei der Generalversammlung  wurde eine Satzungsänderung vorgenommen. Der bisherige 1. Vorstand Klaus Schwarz stellte sich nach über 10 Jahren Vorstand leider nicht mehr zur Verfügung. Ihm wurde für seine geleistete Arbeit ein großes Lob und Dankeschön ausgesprochen. Zukünftig hat der Musikverein einen 1. Vorstand und einen Geschäftsführer der sich mit dem Vorstand die operative Arbeit teilt. Zum neuen 1. Vorstand wurde Peter Hug gewählt und zum Geschäftsführer Dieter Haffa. Anlässlich der Ernennung von Herrn Jakob Marquardt zum Ehrenbürger der Gemeinde Rietheim Weilheim umrahmte eine Bläsergruppe des Musikvereins die Feierlichkeit. Das 100-jährige Vereinsjubiläum des TSV Rietheim wurde in altbekannter Manier über die gesamten Festtage musikalisch umrahmt. Unter der Regie und Organisation von Fritz Haag fand das1. Binokelturnier des Musikvereins statt. Dies hat bis heute Bestand und ist eine feste Jahresveranstaltung des Musikvereins.

1995 Bei der diesjährigen Generalversammlung wurde Reinhold Henkel zum 2. Vorstand gewählt und Wolfgang Messner nach 12-jähriger Tätigkeit als Schriftführer mit einem besonderen Dankeschön verabschiedet. Ein kulinarisches Wochenende voll Musik wurde im Schulhof mit der Stadtkapelle Spaichingen und den Musikkapellen Wurmlingen, Seitingen, Hausen o.V. und Wehingen mit einem hervorragenden Besuch gefeiert.

1996 Anlässlich des 85-jährigen Bestehens wurde ein Jubiläumskonzert mit der Stadtkapelle Spaichingen unter der Leitung unseres Dirigenten Thomas Uttenweiler und dem Musikverein Rottweil veranstaltet. Das Konzert fand einen sehr guten Anklang bei vielen Besuchern. Die Jahresfeier stand unter dem Motto „Blasmusik von anno dazumal bis heute“. Anlässlich dieser Jahresfeier konnte Karl Messner für 50 Jahre Aktiver Musikant geehrt werden. Dies war auch für ihn eine Zeitreise seiner aktiven Laufbahn.

1997 Das Konzert in diesem Jahr wurde mit der Stadtkapelle Trossingen gestaltet. Beim 100-jährigem Jubiläum des Liederkranzes Weilheim wurde das Fest durch den Musikverein musikalisch mitgestaltet. Das Dorffest war auch wieder musikalisch umrahmt und der Festbetrieb vom Musikverein aktiv gestaltet.

1998 Ein zweitägiges Sommerfest im Schulhof fand großen Anklang bei der Gemeinde. Rundfunkaufnahmen für das „Morgenläuten“ wurden erfolgreich abgeschlossen. Bei der Einweihung der Ehrenporte bei der Kirche, die Herr Jakob Marquardt unser Ehrenbürger anlässlich seines 70. Geburtstags renovierte, umrahmte der Musikverein die Feierlichkeit.

1999 Zu seiner 4. Wahl als Bürgermeister von Rietheim-Weilheim war es uns eine Ehre, unserem aktiven Bassisten Traugott Hauser ein Ständchen zu spielen. Beim Jugendkritikspiel in Dotternhausen konnten unsere Jungmusikerinnen Steffi Möhle und Jenny Arleth unter der Anleitung von Ralf Kupferschmid die Note sehr gut-gut erzielen. Ein Gemeinschaftskonzert mit dem Liederkranz Weilheim wurde für alle Besucher für die Musikkapelle und den Liederkranz ein toller Erfolg.

2000 Als neuer Dirigent folgte Lothar Hermle aus Spaichingen Thomas Uttenweiler. Das Abschlusskonzert von Thomas Uttenweiler fand unter dem Titel „In Concert 1990 bis 2000“ vor einer großen Zuhörerkulisse statt. Beim 75 – jährigem Jubiläum des Gesangverein Eintracht Rietheim spielte auf Wunsch des Jubelvereins das Gründungsorchester mit bekannten alten Weisen auf. Die diesjährige Jahresfeier war der Einstand des neuen Dirigenten Lothar Hermle. Mit der Publikumsbeteiligung wurde die Rundfunkaufnahme für den Adventskalender des SWR 4 aufgenommen. Die Kapelle zeigte sich wieder von der besten Seite.

2001 Im Jahr des 90-jährigem Bestehen des Musikvereins gab es einen Vorstandswechsel. Auf Peter Hug, der dieses Amt 8 Jahr inne hatte, folgte Dieter Haffa. Als Vorstandsprecher wurde Alfred Martin in ein neues Amt gewählt. Die Jubiläumsveranstaltungen wurden auf das ganze Jahr verteilt, wobei das Jubiläumskonzert 90 Jahre von 1911 bis 2001 musikalisch Revue passieren lies. Ein Schnuppervormittag für Kinder und Eltern beim Musikverein Rietheim-Weilheim wurde erfolgreich durchgeführt. Das Jubiläumsfest fand zwei Tage in  der Gemeindehalle in Rietheim statt. Der Festakt im Rathaus mit dem Vorsitzendem Volksmusikverbandes und dem Bundestagsabgeordneten Herr Burgbacher und dem Landtagsabgeordneten Franz Schumacher. Ein Höhepunkt des Festes war der Auftritt der ehemaligen Tanzkapelle des Musikvereins mit der Besetzung Werner Haffa, Karl Messner, Manfred Gagstatter, Alfred Martin, Erhard Wagner und Ted Schindler.

2002 Der Musikverein agierte ab diesem Jahr unter einer Neuen Organisationsform. Die Ämter wurden auf mehrere Personen verteilt es wurden vor allem auch jüngere Musikantinnen und Musikanten mit in die Vereinsverantwortung übernommen. Für den Musikverein war es eine Ehre, bei der Investitur von Herrn Pfarrer Matthias Kohler die musikalische Umrahmung zu übernehmen. Beim traditionellen 1. Mai spielen war dieses Jahr für die Musikanten das Verbrennen des alten Klavier eine richtige Gaudi - mit dem entsprechenden Umtrunk -. Bei der Jahresfeier konnte unser Vizedirigent Erhard Wagner für 50 Jahre Aktiver Musiker geehrt werden. Erhard Wagner ist über die gesamten Jahre ein nicht wegzudenkender Bestandteil des Musikverein Rietheim-Weilheim.

2005 Das Jahr der guten Erfolge bei der Teilnahme bei zwei Wertungsspielen. Nach vielen Jahren war es wieder die 1. Teilnahme beim Wertungsspiel in Emmingen, das mit der Note: Mit sehr gutem Erfolg – in der Oberstufe abgeschlossen wurde. Beim Wertungsspiel in Freudenstadt konnte dieser Erfolg noch gesteigert werden. Die Musikkapelle erspielte sich unter unserem Dirigenten Lothar Hermle in der Oberstufe die Note: „Hervorragender Erfolg“ mit der höchsten Auszeichnung der Punktzahl von 98,2 Punkten. Zwei sehr große Erfolge für alle aktiven Beteiligten, die nicht nur den Musikverein, sondern die gesamte Gemeinde in hervorragender Weise präsentierten. Auch beim 1. Mai spielen gab es eine Neuerung. Die Kapelle marschiert nicht mehr, sondern wird auf einem Festwagen den der aktive Musiker Klaus Messner neu gestaltete und auch die spielenden Musikanten durch beide Ortsteile und den Rußberg chauffiert. Das 2. Oktoberfest das erstmalig 2 Tage stattfand war wieder ein voller Erfolg.

2006 Bei der Generalversammlung wurde Alfred Martin zum 1. Vorsitzenden und Ralf Kupferschmid zum 3. Vorsitzenden gewählt. Beim Frühjahrskonzert konnte das Jugendorchester und die Gesamtkapelle unter der Gesamtleitung von Lothar Hermle ihr Können unter Beweis stellen. Bei der Firma Marquardt war ranghoher Besuch. Der Präsident Arias von Costa Rica besuchte mit einer Delegation die Firma. Die Musikkapelle spielte die Nationalhymne von Costa Rica und der Präsident war sehr angetan. Beim Jugendaktionstag des Deutschen Volksmusikerbundes beteiligte sich der Musikverein. Beim Ehrungsabend zum 95-jährigem Bestehen des Musikvereins wurde dem Ehrenvorsitzenden Hans Haffa die Ehrennadel in Gold mit Kranz für 80 Jahre fördernde Mitgliedschaft im Namen des Bundes Deutscher Musikvereine überreicht. Eine Auszeichnung die ganz Selten vorgenommen werden kann. In seiner Dankesrede machte der Geehrte schon auf das 100-jährige Jubiläum 2011 aufmerksam.

2007 Unsere Jungmusiker besuchten die Allianz Arena in München mit dem Bundesligaspiel Bayern München gegen Arminia Bielefeld. Ein einmaliges Erlebnis für unsere Jungmusiker. Dem neugewählten Bürgermeister Jochen Arno überbrachte die Musikkapelle am Wahlabend ein Ständchen und bei der Amtseinsetzung umrahmte eine Bläsergruppe die Feierlichkeit. Bei der Verabschiedung von Traugott Hauser nach 32 Jahren als Bürgermeister der Gemeinde Rietheim-Weilheim umrahmte die Musikkapelle dem Aktiven Musikanten seine Abschiedsfeier in würdigem Rahmen. Zwei Kirchenkonzerte in beiden Ortsteilen konnten von der Musikkapelle für die vielen Zuhörer sehr gut vorgetragen werden.

2008 Das diesjährige Frühjahrskonzert fand wieder mit dem Jugendorchester und der Aktivenkapelle statt. Ein Aktionstag für die musikalische Früherziehung mit der Musikschule Trossingen wurde von vielen Kindern angenommen. Unser 1. Vorsitzender Alfred Martin wurde mit der Landesehrennadel ausgezeichnet. Die Feier wurde von einer Bläsergruppe musikalisch umrahmt. Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Rietheim.

2009 Das Jahr begann mit dem Ständchen für unseren Ehrenvorsitzenden Hans Haffa zum 95. Geburtstag. Beim 100 – jährigem Jubiläum des TB Weilheim umrahmte die Musikkapelle das gesamte Fest. Anstelle des Dorffestes fand ein Familienfest zur Einweihung des Kindergartens statt. Der Musikverein beteiligte sich musikalisch bei der Einweihungsfeier und am gesamten Fest. Dirigent Lothar Hermle verlässt den Musikverein Rietheim-Weilheim. Sein Nachfolger wurde Oliver Helbich, der von 3 Bewerbern das Vertrauen der aktiven Musikanten und der Vorstandschaft erhielt. Für die Übergangszeit wird die Kapelle wieder von Walter Böcherer dirigiert. Ein Weihnachtskonzert in der Rietheimer Kirche zeigte das Können der Musikanten und des Dirigenten.

2010 Als neuer 1. Vorsitzender wurde bei der Generalversammlung Martin Kupferschmid und als 2. Vorsitzender Klaus Messner gewählt. Diese neuen Vorstände sind auch schon auf das 100-jährige Jubiläum voll ausgerichtet. Unser Ehrendirigent Werner Haffa feierte seinen 80. Geburtstag. Mit vielen musikalischen Einlagen und natürlich das selber dirigieren unseres Jubilars konnten wir auf seine Einladung gemeinsam ein schönes Fest feiern. Beim Frühjahrskonzert stellte sich unser neuer Dirigent Oliver Helbich von der besten Seite vor. Ein Konzert von der Aktivenkapelle und dem Jugendorchester bis zum gemeinsamen Abschlussmarsch bot das Konzert alles. Erstmals wurde wieder ein Waldfest 2 Tage auf dem Weilheimer Berg gefeiert. Dieses wurde von den Einwohnern mit einem sehr guten Besuch angenommen. In diesem Jahr wurde von den MusikerInnen die komplette Renovierung des Probelokals in Eigenleistung während der Urlaubszeit übernommen. Eine Leistung die den Gemeinschaftssinn des gesamten Vereins, vor allem aller Aktiven, zeigt.

2011 Der gesamte Musikverein steht in den Vorbereitungen zum 100-jährigem Jubiläum. Anfang April wurden diese vom Tod unseren Ehrenvorsitzenden Hans Haffa im Alter von 97 Jahren überschattet. Der große Wunsch das 100 – jährige Jubiläum mit seinen Musikanten zu feiern, ging für eine Legende der deutschen Blasmusik, vor allem aber des Musikverein Rietheim-Weilheim nicht in Erfüllung. Die Verdienste von Hans Haffa für den Musikverein können nicht in Worten und Schrift dargestellt werden. Am 2. April mussten wir Musikanten auf dem Rietheimer Friedhof von unserem Ehrenvorstand Hans Haffa Abschied nehmen. Lieber Hans, wir werden an diesem Jubiläum in Gedenken bei Dir sein.

gesamtorchester 2011